Zufalls-Gesellschaft
↳ ist eine Einladung und ein temporärer Versuch, ob sich durch unterschiedlichen Blickwinkel die eigene Handschrift schärfen lässt.Es treffen aufeinander: Menschen mit Lust auf diesen Versuch mit seinen Bestandteilen: begrenzter Zeitraum, Zufall, Vielfalt, Gesellschaft, Wahrnehmung. Ein Energieaustausch findet statt. Lässt sich davon etwas für den individuellen "Handgeschmack" übertragen? Es wird sich zeigen
[weiter zur Webseite]
Beginn: Kalenderwoche 46 / 2025
Ende: Kalenderwoche 51 / 2025
Notizen vom Wegesrand
↳ Eine Praxis in der Schulung der Wahrnehmung. Entlang eines Tages notieren, was mir besonders auffällt, Notizen davon zu machen, diese zu verdichten und daraus einen Text in drei Zeilen zu erstellen. Nicht mehr. Ich praktziere es in der Öffentlichkeit als Serie.
[Weiter zu den "Notizen vom Wegesrand"]
Beginn: 7. Oktober 2025 - Ende offen
Spaziergang (als Raum), m.
↳ Ein Spaziergang als Raum bezeichnet eine temporäre, durch Bewegung erzeugte Erfahrungszone, in der die Wahrnehmung nicht auf ein Ziel, sondern auf das Gehen selbst gerichtet ist. Dieser Raum ist nicht statisch, sondern entsteht in der fortlaufenden Aneignung von Zeit, Rhythmus und Aufmerksamkeit. Er ist weder bloße Fortbewegung noch Ortsverlagerung, sondern ein situativer Möglichkeitsraum der von Offenheit, Zweckfreiheit und einer Haltung des absichtslosen Beobachtens geprägt ist. Die Welt erscheint dabei nicht als zu bearbeitender Gegenstand, sondern fragmentarisch, lebendig, unverfügbar. Der Spaziergang wird so zum Mittel der Wiederaneignung von Wahrnehmung. Er unterläuft funktionale Mobilität und öffnet einen subjektiven Zugang zur Welt. Der Raum des Spaziergangs ist das Gehen als Form und besteht nur, solange gegangen wird.
[weiter zur Versuchsanordnung]
Zeitraum: Juni/Juli 2025 - Ergänzung/Fortsetzung: September 2025
Kunstpostkarten
↳ Klein, stabil, leicht
Beobachtungen. Kein Zusammenhang nötig.
Format: Rechteckig, genormt.
Funktion: Wörter tragen, vielleicht ein Bild.
Ablauf: Schreiben, adressieren, frankieren, stempeln, weiterreichen, verlieren, finden.
Zweck: Kann ankommen, muss nicht. Manchmal bleibt sie.
Und sie erzählt dabei mehr, als auf ihr steht.
[Hier entlang geht es zu den Kunstpostkarten]
Lebendige Denkspuren
↳ Ein Versuch, die Form kollektiver Kreativität im Sinne des Cadavre Exquis in die Gegenwart zu übertragen. Wie funktioniert kollektive Kreativität in einer digitalen Welt? Welche Rolle spielen Zufall, Unbewusstes und KI? [weiter zum Experiment]
Zeitraum: März 2025
12 Monate LICHT
12 Herangehensweisen – 1 Thema
↳ Licht war für mich schon immer ein ganz besonderes und wichtiges Element. Deshalb habe ich Licht als mein Jahresthema für 2024 gewählt und Monat für Monat damit experimentiert. [weiter zu 12 Monate LICHT]
Zeitraum: Januar bis Dezember 2024
Dies ist mein Zwischenlager. Hier landen Gedanken, Entwürfe und Versuche, die dazu gedacht sind, Einblick in Prozesse zu geben und zum Weiterdenken einzuladen.
Ich arbeite mit kleinen Versuchsanordnungen: begrenzt, offen, gelegentlich absurd präzise. Es gibt Filter: nicht alles wird Text, nicht alles wird Projekt, nicht alles wird fertig. Der Zufall darf mitreden, das Gehen schreibt mit, Kollektives darf ausfransen. Und Licht bleibt mein verlässlicher Störfaktor.
Manches materialisiert sich als Postkarte: klein, stabil, leicht. Rechteckig, genormt – und gerade deshalb geeignet für eine kleine Unruhe. Schreiben, adressieren, frankieren, stempeln, weiterreichen, verlieren, finden. Sie kann ankommen, muss nicht. Manchmal bleibt sie. Und sie erzählt dabei mehr, als auf ihr steht: ein haptischer Riss im Alltag, den man berühren, umdrehen, aufbewahren oder weitergeben kann.
Mich interessiert nicht das Ergebnis, sondern die Spur als Beweis, dass etwas in Bewegung war. Wer hier liest, darf nicht konsumieren, sondern eingreifen: herausnehmen, umdrehen, neu einsetzen.