Collage aus Fotos Tonträger, Gudrun Gempp
--16 / 01 / 2026
Sich selbst eine Pause schenken und in dieser Zeit gemeinsam mit anderen das Wesen einer Pause erkunden. Das klingt auf den ersten Blick paradox, doch genau in dieser Gemeinschaft liegt die Kraft. Wir geben uns gegenseitig die Erlaubnis, die wir uns allein oft verweigern.
Zum zweiten Mal habe ich bei ‚Rebel with a Pause‘ teilgenommen. In diesen 30 Minuten treffen sich Menschen unterschiedlichster Herkunft, um sich darüber auszutauschen, wie und warum eine Pause als ein rebellischer Akt der Selbstfürsorge zurückerobert werden kann. Manchmal ist das Wirkungsvollste, was man tun kann: gar nichts.
Wir neigen dazu, einer Pause eine Zeit der Leistung voranzustellen. Wir rechtfertigen diese Unterbrechung damit, dass wir sie „verdienen“ müssen. Doch dem ist nicht so. Pausen rechtfertigen sich zu jeder Zeit von selbst. Sie sind kein Belohnungssystem, sondern eine Einladung, sich dem endlosen Marathon der Dringlichkeit zu widersetzen und sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen, präsent zu sein und die Vorstellungskraft zurückzugewinnen.
In diesem Austausch lerne ich viele neue Blickwinkel kennen. Diese 30 Minuten stärken mich darin, mir selbst Pausen zu schenken.
Wann haben Sie das letzte Mal eine Pause gemacht, die sich rebellisch angefühlt hat?
Alles zum Projekt "Rebel with a Pause" auf der Webseite von Nadia von Holzen